Filzviecher unterwegs

Es ist uns wichtig, dass die Filzviecher auch ein bisschen was erleben. Denn sie haben (für uns) ja auch irgendwie eine Seele. Selbst als Handpuppe. Das, was sie erleben, ist ein Teil ihrer Geschichte - und hier könnt ihr sehen, was sie so alles erleben. Bitte klickt in der Galerie auf das Foto das aktuell etwas größer ist. Dann bekommt ihr sie noch mal größer und mit einer Erklärung angezeigt. Zu 80 % sind die Fotos von unserem Filzviecher-Fotografen Nick.  Was sonst so bei uns in und um die Filzviecher-WG herum passiert, erfahrt ihr im Blog darunter. 

 

 

23.06.2019
Ruppi-Struppi
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Ich habe zugesagt, auf einem Hofnachmittag einer Schäferei mit Kindern zu filzen. Mit Kindern irgendwas zu machen ist ja eigentlich genau mein Ding. Das habe ich früher schon gerne und oft getan, sogar in manchen Schulen in "Ganzweitweg". Aber ich freue mich sehr, wenn ich wieder etwas mit Kindern machen kann. Ich filze mit Nadeln. Die sind sehr scharf und haben kleine Haken. Für kleinere Kinder ist das ziemlich doof. Es gibt Nadelhalter - aber nur ein Modell, dass eine automatische Schutzkappe hat. Andere Nadelhalter haben mehr oder weniger weit herausstehende ungesicherte Nadeln. Einen Nadelhalter mit Schutzkappe habe ich mir mal zum Ausprobieren gekauft. Der hat weit über 10 Euro gekostet - in Deutschland. Um mit Kindern zu filzen, brauche ich davon aber mehrere. Das günstigste Angebot dafür kommt aus China. Bestelle ich dort einen, kostet der Versand nichts. Bestelle ich dort mehrere, wird der Versand ganz schön teuer. Aber warum ist das so? Es gibt einen "Weltpostverein" und der hat vor Jahrzehnten China als "Entwicklungsland" eingestuft. 1874, als das passiert ist,  war China tatsächlich noch ein armes Land, dass gucken musste, wie es seine Wirtschaft aufbaut. Damit konnte China sein Porto sehr günstig gestalten und Fördergelder bekommen.  Damals gab es nicht viel Post von China nach Deutschland, weil Ferntransporte und Fernreisen sehr aufwändig waren. China ist schon sehr lange kein Entwicklungsland mehr. Jährlich kommen rund 100 000 000 (in Worten: Einhundert Millionen) Sendungen von dort nach Deutschland.  Hierwerden sie nach einer Zollprüfung überwiegend ganz normal weitergesendet. Ein Beispiel: Wenn wir in Deutschland für einen einfachen Brief (derzeit noch) 70 Cent bezahlen müssen, dann sagt die Post: Das Geld brauchen wir, damit unsere Kosten gedeckt sind! Nun kommen Millionen Sendungen aus China. Deren Transportaufwand ist so hoch wie der vom Inlandsbrief. Durch den Zoll noch höher. Dafür bekommt die Deutsche Post nur wenige Cent pro Brief. Vielleicht 2 oder so. Das ist nicht so wirklich fair - oder? Wenn die Post sagt: "Wir müssen das Porto erhöhen!", dann liegt das auch daran, dass einfach unglaublich viel Post aus China verteilt werden muss, die enorme Kosten verursacht. Laut Weltpostvertrag MUSS die Deutsche Post die billigen Sendungen aus China zustellen. Deshalb hat der Weltpostverein beschlossen, die Einstufung zu ändern. Schon seit 2018 könnten die chinesischen Versender Versandgebühren für die kleinen Einzelsendungen verlangen. Das tun sie aber nicht. Auch der Deutschen Post steht nun die Möglichkeit offen, dann zumindest Nachporto zu verlangen. Tut sie nicht. Das "Kinder-Bekasper" ist auch für Familien, die wenig Geld haben. Da ich selbst ja auch nicht so viel habe, muss ich zusehen, die notwendigen Sachen dafür günstig einzukaufen. Das würde wohl jeder so machen. Ich finde es ziemlich doof, wenn jetzt viele einzelne Umschläge mit jeweils einem Nadelhalter kommen. Es ist für die Post doof, für den Zoll doof und für die Umwelt doof. Aber es gibt nur diesen einen sicheren Nadelhalter - und wenn ich den von einer deutschen Firma kaufe, dann kommt der auch aus China. Nur dass der dann vier bis fünf mal so viel kostet. Aber: irgendwann werden all diese China-Sendungen auch teurer. Und die Deutsche Post bekomme mehr Geld von China. Damit wären dann die Kosten besser gedeckt. Glaubt ihr, dass die Post dann sagt: "Wir senken das Porto wieder, weil wir mehr Geld aus China bekommen!"? Ich glaube nicht. Ich glaube noch nicht einmal, dass die Post dann sagen würde: "Super, jetzt können wir alle Zusteller gleich gut bezahlen, wir haben dafür das Geld!". Wenn IHR Kindern (und euch) die Möglichkeit gebe wollt, selbst mal zu filzen, dann meldet euch bei mir! Ich habe demnächst eine Kleingruppenausstattung zusammen und würde mich freuen, die einsetzen zu können!
17.06.2019
Ruppi-Struppi
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Nun sind sie vorbei, die diesjährigen Holzkunsttage in Blandikow (Heiligengrabe) Nachdem wir am Samstag uns den Hof der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn angeschaut haben, waren wir Sonntag in Blandikow. Die Holzkunsttage sind jetzt jedes Jahr fester Bestandteil in unserem Kalender, denn es ist eine verhältnismäßig kleine, aber sehr, sehr schöne Veranstaltung. Jedes Jahr stehen sie unter einem Elemente-Motto. Dieses Jahr war es "Erde". Es gab die Möglichkeit für klein und groß, in Lehm herumzustapfen und kleine Lehmhütten mit Weidengeflecht mit zu bauen. Überhaupt ist es eine sehr familiäre Veranstaltung: Überall wuseln Kinder herum, fahren mit ihren Laufrädern und Treckern um die mittleren Stände, matschen in Pfützen, schaukeln auf tollen Schaukeln oder Klettern mit Klettergurt eine große Holzwand hinauf. Dieses Jahr war eine Spinnerin vertreten, die eine Trommelkarde, Spinnräder und ganz viel Wolle vom Coburger Fuchsschaf dabei hatte (ein Teil davon liegt jetzt bei uns und die Wohnung riecht voll nach Schaf...). Dann war eine Malerin da, jemand, der mit den Leuten nassfilzen gemacht hat, es gab einen Stand mit Töpferwaren, Holzspielzeug, Blumenkästen, Wippen - und der Drechsler war auch wieder da! Den haben wir dann als Zweites besucht, weil seine Auswahl schon recht übersichtlich war. Nun haben wir drei tolle Holzschalen aus ganz verschiedenen Hölzern mehr! Und ich kann von ihm Spindeln bekommen. Noch viel besser! Auf einem zweiten Platz sind die Motorsägenschnitzer am Werk. Sehr gut gefallen hat mir der hier, der eine Töpferin aus einem dicken Stamm geschnitzt hat. Das sah wirklich toll aus! Brutzel hat einen großen Thron ausprobiert. Natürlich wird auf den Holzkunsttagen auch für das leibliche Wohl gesorgt - und zwar zu sehr familären Preisen! Es gab eine große Kuchenauswahl und Kaffee "gegen Spende". Alles sehr lecker, ich hatte "Zwergenküsscheneistorte" und "Quietsche". Nick ist ja eher so der Bratwurstmensch und kam mit einer superleckeren Gallowaybratwurst für unschlagbare 2 Euro auf seine Kosten. Brause gab es von der Brauerei Pinkus - und wir haben die "Malz - Honig" probiert. Also praktisch Malzbier mit Honig gesüßt. Superlecker. Aber auch andere (veggi) Leckereien waren zu bekommen. Mit den Holzkunsttagen ist Blandikow ein wirklich wundervolles jährliches Fest gelungen, das insbesondere eher "Ökos" von weit und nah anzieht. Ich würde es als absolutes Highlight unter den dörflichen Festen ansiedeln, weil es einfach so unglaublich familiär ist und die Stimmung richtig wundervoll. Auch mit Hund ist es dort kein Problem, auch wenn diverse Hunde dort gestern als Begleitung ihrer Leute mit waren - es war total entspannt.  Bis nächstes Jahr... in Blandikow. 
14.05.2019
Ruppi-Struppi
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Hach, ganz viel ist mittlerweile passiert! Weil die Filzviecher aus Wolle bestehen und es ja ganz spannend war (und ist), spinnen zu lernen, tauchte ja die Frage auf: „WAS machen wir mit der gesponnenen Wolle? Die Stücke sind zu kurz zum verstricken und ganz schön ungleichmäßig!“. Also haben wir uns mit Weben beschäftigt. Sowohl Spinnen als auch Weben sind längere Lernprozesse, jedenfalls wenn man irgendwann mehr dabei herausbekommen möchte als Murks. Unten links: eines der ersten Knäuel. Oben: Wochen später. Rechts (grün/weiß) Monate später.  Es geht ja nicht nur darum zu lernen, wie man die Wolle mit der Spindel verdreht oder auf einem Webrahmen hin und her schiebt. Sondern es geht auch sehr viel um Faserkunde - Schafwolle unterscheidet sich je nach Rasse und Herkunftsland (warm/kalt) - und neben Wolle gibt es auch noch Pflanzen- und Kunstfasern, von denen man ein bisschen mehr wissen sollte, bevor man sie verarbeitet. Dann kommt Technik dazu: Fußspindel, Kopfspindel, Spinnrad (und es gibt noch ein bisschen mehr) - es geht um Gewichte (bei den Spindeln) und Übersetzungen (beim Spinnrad) und natürlich vor allem um den Drall, die Drehung, die die Fasern wie Kleber zusammenhält. Beim Weben um Webrahmen, Gatter, Fadendichte, Webgatter, schären und um die ganzen Muster. Es ist eine eigene Welt für sich. Aber erst einmal zum Spinnen. Ich habe ein Starter-Set für ganz wenig Geld gesehen und bestellt. Spinnen mit einer Handspindel hatte ich noch von einem Versuch in der Schule in Erinnerung – und da war es einfach nur total blöde und hat nicht geklappt. Deshalb war ich durchaus sehr skeptisch, was da nun auf mich zukommt und ob ich es diesmal schaffe. Wie man auf dem Ruppi-Struppi-Blog lesen kann – es hat geklappt! Hier eines der ersten gesponnenen Garne noch SEHR unregelmäßig Das war auch von daher gut, weil ich ziemlich lange Probleme mit zwei Fingern einer Hand hatte, wo ich schon dachte, ich hätte mir einen Nerv im Zeigefinger mit der Filznadel komplett zerstochen. Im Prinzip konnte ich halt ohnehin längere Zeit nicht mit der Nadel filzen, weil erst der Finger taub wurde und sich das dann nach und nach auf Daumen und Mittelfinger ausgebreitet hatte, bevor der Arm dran war. Die Schulter war ohnehin vor Schmerzen kaum noch zu ertragen. Das ist dann zwar auch beim Spinnen blöd, aber da haue ich mir dann nicht noch versehentlich eine Nadel in die Finger. Dank einiger Termine bei einer Thai-Massage (die am Braschplatz ist echt super), hat sich das aber erledigt. Es war „nur“ ein Nerv ziemlich tief eingeklemmt und da wurde sich massierender Weise durch diverse verspannte Schichten gearbeitet. Just zwei Tage bevor ich einen Termin zur Nervenbahnleitmessung hatte, war alles wieder in Butter. Glück gehabt. einige Wochen später - verzwirnte Wolle auf einer (Kopf-)Spindel Irgendwann hat jemand mich mal gefragt, ob ich ihm nicht einen Pullunder aus handgesponnener Wolle stricken könnte. Das war ziemlich am Anfang als ich angefangen habe. Da ich mit der Handspindel arbeite, brauche ich länger für Wolle als mit dem Spinnrad. Dafür ist sie dennoch effektiver, weil ich mittlerweile übe, im Laufen zu spinnen – und die Handspindel an viele Orte eben einfach mit hingenommen werden kann. Das geht mit einem Spinnrad halt nicht, das ist eher stationär. Der Vorteil eines Spinnrades ist, dass man die Wolle nicht zwischendurch wieder „umwickeln“ muss auf eine Spule. Das spart viel Zeit. Der nächste Vorteil ist, dass beim spinnen nicht so viel Gewicht auf dem Faden lastet, der frisch gesponnen ist. Denn der wickelt sich ja direkt auf die am Spinnrad befestigte Spule und muss halt nicht das Gewicht der Spindel und des immer mehr werdenden Fadens halten können. Mit einem modernen Spinnrad kann man auch verschiedene Effektgarne spinnen, was ziemlich interessant ist. Das kann ich mit einer Handspindel nur sehr begrenzt. hier das weiße Garn von der verzwirnten Wolle oben. Aber so als grobe Vorstellung: Stellt euch vor, ihr findet eine Anleitung für einen Pullover. Der gefällt euch super – aber ihr hättet den gerne aus handgesponnenem Garn. In der Anleitung steht: „Ihr braucht 600 g der Wolle. Die ist dreifädig, jedes Knäuel wiegt 50 Gramm und hat eine Lauflänge von 150 Metern!“. So viele schöne Zahlen! Damit kann man viel anfangen! Für den Pullover braucht ihr also 600 g : 50 g = 12 Knäuel Wolle von Marke X, laut Anleitung. 12 Knäuel a 150 Meter Lauflänge. Das wären 1800 Meter fertige Wolle. Dreifädig. Das bedeutet, ihr müsst dann diese 1800 Meter noch mal 3 rechnen. Sind 5.400 Meter einfädiges Garn. Aber Moment... Wolle, Wasser... Wolle schrumpft! Deshalb wird sie vor der Verarbeitung gebadet – und beim Spinnen muss schon ein gewisser „Schrumpffaktor“ mit berücksichtigt werden. Je nach Wolle ist der ganz unterschiedlich. Nehmen wir mal 20 %. Das ist gar nicht so unüblich. 5.400 m : 100 = 54 m x 20 = 1080 m. Die noch zu den 5.400 Metern dazu sind 6.480 Meter. Runden wir auf auf 6.500 m, kommt halt immer auch wieder mal was dazwischen beim Verarbeiten. Aber 6 ½ Kilometer Wollfaden müssen erst mal gesponnen werden! Vielleicht denkt ihr: „Was soll eigentlich die Rechnerei, die spinnt doch!“. Mag sein, aber wenn man sich das mal so überlegt, dass früher mit Handspindeln so unglaublich viel Garn gesponnen wurde, dass es für riesige Segel gereicht hat, für lange Tücher und so – dann bekomme ich enorm Respekt vor dem, was Menschen vor hunderten von Jahren eigentlich geleistet haben, die viele heutzutage als „ha! Frühes Mittelalter, man, waren die Leute damals PRIMITIV!“ bezeichnen würden. Wobei Segel und viele Tücher nicht mal aus Wolle gesponnen wurden, sondern aus Leinen, Hanf und Brennesseln. Ich habe mir Leinen zum verspinnen bestellt, zum ausprobieren. Es ist viel glatter als Wolle und deshalb mit der Handspindel viel anstrengender zu verspinnen. oben: gefärbte Kammzüge, beide vermischt ergeben  dann die Wolle auf der Spindel und in dem Knäuel. Das  muss noch verzwirnt werden.  Aber um wieder auf den Pullover zurück zu kommen: 6.500 Meter auf der Handspindel – das bedeutet auch: rund 70 cm am Stück spinnen. Anhalten, aufwickeln, die nächsten 70 cm. Wenn man steht, kann man ein bisschen längere Stücke spinnen. Aber man kann davon ausgehen, dass für 6.500 Meter einfaches Garn dann weit über 10.000 Mal die Spindel angeschubst & angehalten & aufgewickelt werden muss. Von dem „die Spindel ist voll, die muss abgewickelt werden!“ mal abgesehen. Dann hat man also viele Spulen/Stäbe mit insgesamt 6.500 Metern einfachem Faden. Aber: das soll ja halten, deshalb dreifädig. Also aus jeweils drei Spulen einen einzigen Faden spinnen. Mit der Handspindel. Genau wie vorher geht das halt immer nur Stückchenweise. Stellt euch vor, ihr hättet so aus 12 vollen Spulen 6 Stück fabriziert. Wie geht es weiter? Diese Wolle wird gehaspelt. Haspeln bedeutet, die Wolle relativ stramm um ein Gestell (die Haspel) zu wickeln. Also von der Spule runter, auf die Haspel drauf – und eine Nacht ruhen lassen, damit die Wolle „in sich arbeiten kann“. Dann wird sie an mehreren Stellen mit einem Band abgebunden, damit sie sich nicht verheddert und von der Haspel genommen. So geht das mit der ganzen Wolle, die auf den Spulen ist. Aufhaspeln, ruhen lassen, abbinden, abnehmen. Fertig zum verstricken? Nein! Denn jetzt wird die Wolle heiß gebadet. Das muss so sein, damit es keine böse Überraschung nach dem Stricken gibt. Die Wolle schrumpft dabei, verfilzt sich leicht – und sieht einfach schöner aus. Also alle Stränge nacheinander in heißes Wasser und dort für 20 Minuten drin liegen lassen. Dann abschrecken und ggf. über eine Kante schlagen. Das hilft beim Verfilzen und haut noch mal eine Menge Wasser raus. Dann wird die Wolle getrocknet, liegend. Und wenn diese tausende von Metern Wolle wirklich ganz trocken sind, DANN... DANN werden sie zu Knäueln aufgewickelt. Und können verstrickt werden. Endlich! Wenn man überlegt, dass allein ein Wollpullover eigentlich monatelange Arbeit vom Schaf zur verstrickbaren Wolle bedeutet und das Stricken auch noch einige Zeit in Anspruch nimmt, versteht man vielleicht, warum die Leute früher a) nicht wirklich viel Bekleidung hatten und b) warum darauf mehr geachtet wurde als heute zu Zeiten von H & M, C & A, KiK, Primark und wie die Lieferanten von gut & günstig-Bekleidung alle heißen. Nicht aufgezählt sind bei all den Schritten die Schafschur, die Auswahl der Wolle – man kann zum Verspinnen nur bestimmte Teile eines geschorenen Vlieses nehmen. Dann die Reinigung der geschorenen Wolle. Dann wird die vorgereinigte Wolle kardiert oder gekämmt. Das bedeutet, die Fasern werden gelockert und in eine Richtung sortiert. Wenn man das per Hand macht, ist das total anstrengend. Was auch nicht berücksichtig wurde, ist die Zeit um die Wolle ggf. zu färben.  Falls ihr also selbst gerne strickt, häkelt oder webt und denkt: "Warum kostet handgesponnenes Garn eigentlich so viel Geld???" - dann bedenkt, dass es tatsächlich unglaublich viel Handarbeit ist. Dafür bekommt ihr oft absolut einzigartige Wolle. 

Unsere Abenteuerrunden führten uns bislang zum Beispiel...

 

In den Tempelgarten Neuruppin, sehr sehenswert mit wunderschönen Sandsteinfiguren und einem empfehlenswerten Restaurant/Cafe. Das ist nämlich in der Villa des ehemaligen Kaufmanns Gentz, der diese und den Garten im maurischen Stil anlegen lies. Da alles unter Denkmalschutz steht, kann man dort in einem absolut wundervollen Ambiente speisen und Kaffee trinken. Angelegt wurde der Park ursprünglich um die Versorgung von Kronprinz Friedrich in Neuruppin zu gewährleisten - dieser liebte den Garten als Zufluchtsort und ließ dort den ersten Rundtempel Deutschlands errichten, den Amalthea-Tempel. 

 

Ins Naturschutzgebiet "Oberes Rhinluch" bei Fehrbellin. Dort sind wir ein Stück auf dem Fernwanderweg E10 gelaufen. Den finde ich toll, weil er bis nach Spanien führt. Hier in der Gegend hat er viele wirklich schöne Abschnitte, unter anderem den durchs Obere Rhinluch, wo man im Herbst viele, viele Kraniche hören und sehen kann, da hier einer ihrer Rastplätze ist.

 

Zum Arche-Haustierpark mit bedrohten Haustierrassen nach Paaren-Glien. Das ist dort beim Landwirtschaftsausstellungsgelände MAFZ. Wer überdies mit Kindern unterwegs sind, ist dort super aufgehoben, denn es ist ein Spielplatzparadies. Der Eintritt ist frei, aber man sollte einige 50 Cent-Stücke einpacken um vor Ort das artgerechte Futter für die Tiere zu erwerben - denn nur das darf verfüttert werden! 

 

Auf den alten Flugplatz in Neuruppin und zum Oberstufenzentrum - denn dort kann man ziemlich gut spazieren gehen. 

 

Zum Campo Santo nach Radensleben. Das ist eine spezielle Friedhofsform und dieser wurde von Herrn von Quast, dem früheren Gutsherrn von Radensleben, eingerichtet. Sehr sehenswert!